Regeln im Boater Cross

  1. Geltungsbereich

Die vorliegenden Regeln gelten für alle Wettkampfe des Deutschen Boater Cross Cup. Sie können zudem auf jeden Boater Cross ausgeweitet werden. Sie sind nicht deckungsgleich mit denen für den Slalom Cross.

  1. Rennorganisation
    • Komitee

Jedes Rennen hat ein eigenes Rennkomitee bestehend aus dem Veranstalter, dem Hauptschiedsrichter, dem Vertreter der Teilnehmer (siehe 2.3) und dem technischen Leiter des Cups.

  • Riders Meeting

Das Riders Meeting findet im Vorfeld des Rennens statt. Hier werden wichtige Regeln, eventuelle Anpassungen an die Wettkampfstrecke, Sicherheitsbedingte Anweisungen und das Wettkampfsystem besprochen. Außerdem wird der Vertreter der Fahrer (2.3) gewählt.

  • Vertreter der Fahrer

Der Vertreter der Fahrer vertritt die Interessen der Wettkampfteilnehmer gegenüber den Veranstaltern und dem Komitee. Er wird beim Riders Meeting gewählt und darf nicht aus dem veranstaltendem Verein stammen.

  1. Material
    • Boote

Die Teilnahme am Boater Cross ist aus Gründen der Fairness ausschließlich mit Creekern erlaubt. Sie dürfen maximal 2,75 Meter lang sein und mindestens 18 kg schwer. Die Boote müssen in Serie produziert werden und dürfen nicht verändert sein. Dies gilt insbesondere für die sicherheitsrelevanten Einbauten.  Die Boote brauchen mindestens zwei Griffschlaufen (vorne und hinten am Boot).

  • Kleidung

Jeder Paddler ist verpflichtet einen Helm, eine Schwimmweste sowie Wildwasser Schutzkleidung zu tragen. Diese besteht aus einer Paddeljacke oder einem Neoprenoberteil sowie einer Paddelhose oder einer Neoprenhose. Jeder Paddler ist dazu verpflichtet auf, an die Witterungsverhältnisse angepasste, Kleidung zu achten.

  • Paddel

Jede Bauform eines zweiblattrigen Paddels ist erlaubt. In der C1 Klasse dürfen nur Stechpaddel genutzt werden.

 

  1. Der Start

Der Start findet von möglichst gleichwertigen Startplatzen statt. In jedem Fall werden die Startplatze verlost, das Los ist bindend, ein Tausch der Startplatze, auch in beiderseitigem Einverständnis, ist nicht möglich.  Nach einem abgesprochenem Startsignal dürfen die Paddler sich bewegen. Der Rahmen der Bewegung wird beim Ridersmeeting (2.2) an die Sportler kommuniziert. Der zweite Frühstart in einem Heat führt zur sofortigen Disqualifikation.

  1. Regeln für das Rennen
    • Gegnerkontakt

Gegenseitige Behinderungen sind erlaubt, es gelten hierfür die folgenden Einschränkungen:

  • Mit dem Paddel am Körper des Gegners
  • Jegliche Angriffe gegen das Gesicht des Gegners
  • Berühren des gegnerischen Bootes mit der Hand zum Zwecke dessen Behinderung
  • Absichtliches Rammen des gegnerischen Körpers mit der Bootsspitze
    • Bojen

In der Wettkampfstrecke kann der Fahrweg und auch das Fahrverhalten durch Bojen oder andere Hindernisse bestimmt werden. Wenn ein Fahrer diesen Bestimmungen nicht nachkommt, so wird er vom Rennen disqualifiziert. Der Fahrweg kann jederzeit nachträglich verbessert werden. Ein Paddler, der an einer Boje vorbei fahrt kann  also in einem zweiten Anlauf (ohne das Boot zu verlassen!) die richtige Route fahren.

  • Ziel

Das Ziel ist eine klar markierte Linie, deren Überquerung die Platzierung  vorgibt. Videobeweise sind zulässig.

  1. Wettkampfsystem

In jedem Heat (Rennen je 4 bzw. 2 Paddlern gegeneinander) kommen die Hälfte der Teilnehmer weiter. Sonderregelungen wie zum Beispiel die „Lucky Looser Regel“ sind nur zulässig, wenn sie jeden Heat  einer Runde (Achterfinale, Halbfinale oder ähnliches) betreffen. Jeder Teilnehmer muss so, systematisch gesehen, möglichst die gleiche Chance haben das Finale zu erreichen.

  1. Fairness und gegenseitiger Respekt

Boater Cross ist ein Sport, ist ein sehr korperbetonter Sport. Daher ist es sehr wichtig gegenseitige Fairness und Respekt aufzubringen. Dazu gehört es auch, bei Überholmanövern den Gegner nur soweit wie nötig zu gefährden. Ebenso sollte kein Gegner in gefährliche Wildwasserbereiche gedrängt werden. Aggressive Aktionen sind beim Boater Cross fehl am Platz! Hierzu gehört auch das attackieren vom Schulterbereich des Gegners oder das Verhindern des Aufrollen eines gekenterten Gegners.

Unfairness und Aggressivität kann vom Komitee mit einem Ausschluss bestraft werden.

 

 

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